Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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er in die Straße, wo die Fee wohnte, pochte an, und ſogleich ſprang die Pforte auf. Die Diener ſchienen auf ſeine Ankunft ſchon vorbereitet geweſen zu ſein, denn ohne ihn erſt nach ſeinem Begehren zu fragen, führten ſie ihn die Treppe hinan in ein ſchönes Gemach; dort reichten ſie ihm zuerſt das Waſchwaſſer, das ihn unkenntlich machen ſollte. Er benetzte ſein Geſicht da⸗ mit, ſchaute dann in einen Metallſpiegel und kannte ſich beinahe ſelbſt nicht mehr, denn er war jetzt von der Sonne gebräunt, trug einen ſchönen, ſchwarzen Bart und ſah zum mindeſten zehn Jahre älter aus, als er in der That zählte.

Hierauf führten ſie ihn in ein zweites Gemach, wo er eine vollſtändige und prachtvolle Kleidung fand, an welcher ſich der Kalif von Bagdad ſelbſt nicht hätte ſchämen dürfen an dem Tag, wo er im vollen Glanze ſeiner Herrlichkeit ſein Heer muſterte. Außer einem Turban vom feinſten Gewebe mit einer Agraffe von Diamanten und hohen Reiherfedern, einem Kleid von ſchwerem rothem Seidenzeug mit ſilbernen Blumen durchwirkt, fand Said einen Bruſtpanzer von ſilbernen Ringen, der ſo fein gearbeitet war, daß er ſich nach jeder Bewegung des Körpers ſchmiegte, und doch zu⸗ gleich ſo feſt, daß ihn weder die Lanze, noch das Schwert durchdringen konnten. Eine Damaseenerklinge in reich verzierter Scheide mit einem Griff, deſſen Steine Said unſchätzbar däuchten, vollendete ſeinen kriegeriſchen Schmuck. Als er völlig gerüſtet wieder aus der Thüre trat, überreichte ihm einer der Diener ein ſeidenes Tuch und ſagte ihm, daß die Gebieterin des Hauſes ihm