Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Saids Abweſenheit ereignet hatte. Kalum hatte ſich ſtatt ſeines ſchönen Dieners unter die Thüre geſtellt und ausgerufen, aber Niemand mochte bei dem alten, häßlichen Burſchen kaufen. Da gingen zwei Männer den Bazar herab und wollten für ihre Frauen Geſchenke kaufen. Sie waren ſuchend ſchon einigemal auf und niedergegangen, und eben jetzt ſah man ſie mit umher⸗ irrenden Blicken wieder herabgehen.

Kalum⸗Bek, der dies bemerkte, wollte es ſich zu Nutzen machen und rief:„Hier, meine Herren, hier! Was ſuchet Ihr? Schöne Schleier, ſchöne Waare?“

„Guter Alter,“ erwiderte Einer,„Deine Waaren moͤgen recht gut ſein, aber unſere Frauen ſind wunder⸗ lich, und es iſt Sitte in der Stadt geworden, die Schleier bei Niemand zu kaufen, als bei dem ſchönen Ladendiener Said; wir gehen ſchon eine halbe Stunde umher, ihn zu ſuchen, und finden ihn nicht; aber kannſt Du uns ſagen, wo wir ihn etwa treffen, ſo kaufen wir Dir ein andermal ab.“

„Allahit Allah!“ rief Kalum⸗Bek freundlich grin⸗ ſend.„Euch hat der Prophet vor die rechte Thüre geführt. Zum ſchönen Ladendiener wollt Ihr, um Schleier zu kaufen? Nun, tretet nur ein, hier iſt ſein Gewölbe.“

Der eine dieſer Männer lachte über Kalums kleine und häßliche Geſtalt und ſeine Behauptung, daß er der ſchöne Ladendiener ſei; der andere aber glaubte, Kalum wolle ſich über ihn luſtig machen, blieb ihm

nichts ſchuldig, ſondern ſchimpfte ihn weidlich. Dadurch kam Kalum⸗Bek außer ſich; er rief ſeine Nachbarn zu