Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Kampfſpiel. Aber nur Leute im höchſten Schmuck, und überdies nur freie Männer dürfen in die Schranken reiten, namentlich aber kein Diener aus dem Bazar. Wenn Ihr nun bewirken koͤnntet, daß ich alle Wochen ein Pferd, Kleider, Waffen haben könnte, und daß man mein Geſicht nicht ſo leicht erkennte—“

„Das iſt ein Wunſch, wie ihn ein edler, junger Mann wohl wagen darf,“ ſprach die Fee;„der Vater Deiner Mutter war der tapferſte Mann in Syrien, und ſein Geiſt ſcheint ſich auf Dich vererbt zu haben. Merke Dir dies Haus; Du ſollſt jede Woche hier ein Pferd und zwei berittene Knappen, ferner Waffen und Kleider finden, und ein Waſchwaſſer für Dein Geſicht, das Dich für alle Augen unkenntlich machen ſoll. Und nun, Said, lebe wohl! Harre aus und ſei klug und tugend⸗ haft! In ſechs Monaten wird Dein Pfeifchen tönen, und Zulima's Ohr wird für ſeine Töne offen ſein.“

Der Jüngling ſchied von ſeiner wunderbaren Be⸗ ſchützerin mit Dank und Verehrung; er merkte ſich das Haus und die Straße genau und ging dann wieder nach dem Bazar.

Als Said in den Bazar zurückkehrte, kam er ge⸗ rade noch zu rechter Zeit, um ſeinen Herrn und Meiſter Kalum⸗Bek zu unterſtützen und zu retten. Ein großes Gedränge war um den Laden, Knaben tanzten um den Kaufmann her und verhöhnten ihn, und die Alten lachten. Er ſelbſt ſtand vor Wuth zitternd und in großer Verlegenheit vor dem Laden, in der einen Hand einen Shayl, in der andern den Schleier. Dieſe ſonderbare Scene kam aber von einem Vorfall her, der ſich nach