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„Was da!“ erwiderte die alte Dame und ſteckte Said ohne weiteres ihren Pack unter den Arm.„Das iſt ein ſchlechter Kaufmann und elende Waaren, die ſich nicht ſelbſt loben, und erſt noch ſolch einen müßigen Bengel zum Schild brauchen. Geh, geh, Burſche, Du ſollſt heute ein Trinkgeld verdienen“
„So lauf im Namen Arimans und aller böſen Geiſter,“ murmelte Kalum⸗Bek ſeinem Magnet zu; „und ſiehe zu, daß Du bald wieder kommſt; die alte Hexe könnte mich ins Geſchrei bringen auf dem ganzen Bazar, wollte ich mich länger weigern.“
Said folgte der Frau, die leichteren Schrittes, als man ihrem Alter zutrauen ſollte, durch den Markt und die Straßen eilte. Sie ſtand endlich vor einem pracht⸗ vollen Hauſe ſtill, pochte an, die Flügelthüren ſprangen auf, und ſie ſtieg eine Marmortreppe hinan und winkte Said zu folgen. Sie gelangten endlich in einen hohen, weiten Saal, der mehr Pracht und Herrlichkeit ent⸗
hielt, als Said jemals geſchaut hatte. Dort ſetzte ſich
die alte Frau erſchöpft auf ein Polſter, winkte dem jungen Mann, ſeinen Pack niederzulegen, reichte ihm ein kleines Silberſtück und hieß ihn gehen.
Er war ſchon an der Thüre, als eine helle, feine
Stimme„Said“ rief; verwundert, daß man ihn hier kenne, ſchaute er ſich um, und eine wunderſchöne Dame, umgeben von vielen Sklaven und Dienerinnen, ſaß
ſtatt der Alten auf dem Polſter. Said, ganz ſtumm vor
Verwunderung, kreuzte ſeine Arme und machte eine
tiefe Verbeugung.
„ Said, mein lieber Junge,“ ſprach die Dame,„ſo


