Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Meſſour vorbeigeht, und daß es mich ein Wort koſtet, den Oberkämmerer darauf aufmerkſam zu machen, wie trefflich Ihr lügen könnet.— Aber mich dauert Deine Jugend, Said. Du kannſt Dich beſſern, es kann noch etwas aus Dir werden. Ich will Dich in mein Gewölb im Bazar nehmen, dort ſollſt Du mir ein Jahr lang dienen, und iſt dies vorbei, und willſt Du nicht bei mir bleiben, ſo zahle ich Dir Deinen Lohn aus und laſſe Dich gehen wohin Du willſt, nach Aleppo oder Medina, nach Stambul oder nach Balſora, meinetwegen zu den Ungläubigen. Bis Mittag gebe ich Dir Bedenkzeit; willſt Du, ſo iſt es gut, willſt Du nicht, ſo berechne ich Dir nach billigem Anſchlag die Reiſekoſten, die Du mir verurſachteſt, und den Platz auf dem Kameel, mache mich mit Deinen Kleidern und allem, was Du haſt, bezahlt, und werfe Dich auf die Straße; dann kannſt Du beim Kalifen oder beim Mufti, an der Moſchee oder im Bazar betteln.“

Mit dieſen Worten verließ der böͤſe Mann den un⸗ glücklichen Jüngling. Said blickte ihm voll Verachtung nach. Er war ſo empört über die Schlechtigkeit dieſes Menſchen, der ihn abſichtlich mitgenommen und in ſein Haus gelockt hatte, damit er ihn in ſeine Gewalt be⸗ käme. Er verſuchte, ob er nicht entfliehen könnte, aber ſein Zimmer war vergittert, und die Thüre verſchloſſen. Endlich, nachdem ſich ſein Sinn lange dagegen geſträubt hatte, beſchloß er fürs Erſte, den Vorſchlag des Kauf⸗ manns anzunehmen und ihm in ſeinem Gewölbe zu dienen. Er ſah ein, daß ihm nichts Beſſeres zu thun übrig bleibe; denn wenn er auch entfloh, ſo konnte er