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„Und ich kann nichts weiter ſagen,“ rief der Jüng⸗ ling,„als daß Alles wahr iſt bei meiner Seele und beim Bart des Propheten!“
„Was! bei Deiner Seele willſt Du ſchwören?“ ſchrie der Kaufmann,„bei Deiner ſchwarzen, lügen⸗ haften Seele? Wer ſoll da glauben? Und beim Bart des Propheten, Du, der Du ſelbſt keinen Bart haſt? Wer ſoll da trauen?“
„Ich habe freilich keinen Zeugen,“ fuhr Said fort, „aber habt Ihr mich nicht gefeſſelt und elend gefunden?“
„Das beweist mir gar nichts,“ ſprach jener,„Du biſt gekleidet wie ein ſtattlicher Räuber, und leicht haſt Du Einen angefallen, der ſtärker war, als Du, und Dich beſiegte und band.“
„Den Einzelnen, oder ſogar zwei moͤchte ich ſehen,“ entgegnete Said,„die mich niederſtrecken und binden⸗ wenn ſie mir nicht von hinten eine Schlinge über den Kopf werfen. Ihr mögt in Eurem Bazar freilich nicht wiſſen, was ein Einzelner vermag, wenn er in den Waffen geübt iſt. Aber Ihr habt mir das Leben geret⸗ tet und ich danke Euch. Was wollt Ihr denn aber jetzt
mit mir beginnen? Wenn Ihr nicch nicht unterſtützet,
ſo muß ich betteln, und ich mag keinen Meinesgleichen um eine Gnade anflehen; an den Kalifen will ich mich wenden.“
„So?“ ſprach der Kaufmann höhniſch lächelnd. „An Niemand anders wollt Ihr Euch wenden, als an unſern allergnädigſten Herrn? Das heiße ich vornehm betteln! Ei, ei! Bedenket aber, junger, vornehmer Herr, daß der Weg zum Kalifen an meinem Vetter


