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geheimnißvolle Zauber einer gütigen Fee, was den alten Selim für den Jüngling einnahm? Man wußte es nicht zu ſagen, aber Gaid lebte in ſeinem Zelte mehr als Sohn, denn als Diener. Aber die unbegreifliche Zuneigung des alten Mannes zog ihm die Feindſchaft der übrigen Diener zu. Er begegnete überall nur feind⸗ lichen Blicken, und wenn er allein durchs Lager ging, ſo hörte er ringsumher Schimpfworte und Verwün⸗ ſchungen ausſtoßen, ja, einigemal flogen Pfeile an ſei⸗ ner Bruſt vorüber, die offenbar ihm gegolten hatten, und daß ſie ihn nicht trafen, ſchrieb er nur dem Pfeif⸗ chen zu, das er noch immer auf der Bruſt trug, und welchem er dieſen Schutz zuſchrieb. Oft beklagte er ſich bei Selim über dieſe Angriffe auf ſein Leben, aber vergebens ſuchte dieſer die Meuchelmörder ausfindig zu machen, denn die ganze Horde ſchien gegen den be⸗ günſtigten Fremdling verbunden zu ſein. Da ſprach eines Tages Selim zu ihm:„Ich hatte gehofft, Du werdeſt mir vielleicht den Sohn erſetzen, der durch Deine Hand umgekommen iſt; an Dir und mir liegt nicht die Schuld, daß es nicht ſein konnte; Alle ſind gegen Dich erbittert, und ich ſelbſt kann Dich in Zu⸗ kunft nicht mehr ſchützen, denn was hilft es Dir oder mir, wenn ſie Dich heimlich getödtet haben, die Schul⸗ digen zur Strafe zu ziehen? Darum, wenn die Män⸗ ner von ihrem Streifzug heimkehren, werde ich ſagen, Dein Vater habe mir Löſegeld geſchickt, und ich werde Dich durch einige treue Männer durch die Wüſte gelei⸗ ten laſſen.“
„Aber kann ich irgend Einem außer Dir trauen?“


