Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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verloren.“ Und ſo ſchien es auch; denn kaum ſahen die Räuber dieſen Mann fallen, als ſie ein ſchreckliches Geſchrei erhuben und mit ſolcher Wuth eindrangen, daß die wenigen noch unverwundeten Männer bald zerſprengt wurden. Said ſah ſich in einem Augenblick von fünf oder ſechs umſchwärmt. Er führte ſeine Lanze ſo gewandt, daß keiner ſich heranzunahen wagte; end⸗ lich hielt einer an, legte einen Pfeil auf, zielte und wollte eben die Sehne ſchnellen laſſen, als ihm ein Anderer winkte. Der junge Mann machte ſich auf einen neuen Angriff gefaßt, aber ehe er ſich deſſen verſah, hatte ihm einer der Araber eine Schlinge über den Kopf geworfen, und ſo ſehr er ſich bemühte, das Seil zu zerreißen, ſo war doch Alles umſonſt, die Schlinge wurde feſter und immer feſter angezogen, und Said war gefangen.

Die Karavane war endlich entweder ganz aufge⸗ rieben oder gefangen worden, und die Araber, welche nicht zu einem Stamm gehörten, theilten jetzt die Gefangenen und die übrige Beute und zogen dann, der eine Theil nach Süden, der andere nach Oſten. Neben Said ritten vier Bewaffnete, welche ihn oft mit bitterem Grimm anſchauten und Verwünſchungen über ihn ausſtießen; er merkte, daß es ein vornehmer Mann, vielleicht ſogar ein Prinz geweſen ſei, welchen er getödtet hatte. Die Sklaverei, welcher er entgegen ſah, war noch härter als der Tod, darum wünſchte er ſich im Stillen Glück, den Grimm der ganzen Horde auf ſich gezogen zu haben, denn er glaubte nicht an⸗ ders, als in ihrem Lager getödtet zu werden. Die