Teil eines Werkes 
12. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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fehlen.“ So ſprach Benezar, und hielt Wort. Denn

er ließ auch ſeinen Sohn nicht zum Handel oder einem

Gewerbe erziehen; doch unterließ er nicht, die Bücher der Weisheit mit ihm zu leſen, und da nach ſeiner An⸗ ſicht einen jungen Mann außer Gelehrſamkeit und Ehr⸗ furcht vor dem Alter nichts mehr zierte, als ein ge⸗ wandter Arm und Muth, ſo ließ er ihn frühe in den Waffen unterweiſen, und Said galt bald unter ſeinen Altersgenoſſen, ja ſelbſt unter älteren Jünglingen für einen gewaltigen Kämpfer, und im Reiten und Schwimmen that es ihm Keiner zuvor.

Als er achtzehn Jahre alt war, ſchickte ihn ſein Vater nach Mecca zum Grab des Propheten, um an Ort und Stelle ſein Gebet und ſeine religiöſen übun⸗ gen zu verrichten, wie es Sitte und Gebot erfordern. Ehe er abreiste, ließ ihn ſein Vater noch einmal vor ſich kommen, lobte ſeine Aufführung, gab ihm gute Lehren, verſah ihn mit Geld, und ſprach dann:„Noch etwas, mein Sohn Said! Ich bin ein Mann, der über die Vorurtheile des Pöbels erhaben iſt. Ich höre zwar gerne Geſchichten von Feyen und Zauberern erzählen, weil mir die Zeit dabei angenehm vergeht; doch bin ich weit entfernt, daran zu glauben, wie ſo viele unwiſſende Menſchen thun, daß dieſe Genien, oder wer ſie ſonſt ſein mögen, Einfluß auf das Leben und Treiben der Menſchen haben. Deine Mutter aber, ſie iſt jetzt zwölf Jahre todt, Deine Mutter glaubte ſo feſt daran, als an den Koran; ja ſie hat mir in einer einſamen Stunde, nachdem ich ihr geſchworen, es Niemand als ihrem Kind zu entdecken, vertraut, daß ſie ſelbſt von ihrer Geburt

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