begegnet, der ſie angerufen und gefragt habe, wohin ſie reiſen wollten. Als er vernommen, daß ſie geſonnen ſeien, die ganze Nacht durch den Speſſart zu reiſen habe er ihnen abgerathen, indem es gegenwärtig ſehr unſicher ſei.„Wenn Ihnen am Rathe eines redlichen Mannes etwas liegt,“ habe er hinzugeſetzt,„ſo ſtehen Sie ab von dieſem Gedanken; es liegt nicht weit von hier eine Schenke; ſo ſchlecht und unbequem ſie ſein mag, ſo übernachten Sie lieber daſelbſt, als daß Sie ſich in dieſer dunkeln Nacht unnöthig der Gefahr preis⸗ geben.“ Der Mann, der ihnen dies gerathen, habe ſehr ehrlich und rechtlich ausgeſehen, und die Gräfin hähe in der Angſt vor einem Räuberanfall befohlen, an dieſer Schenke ſtille zu halten.
Der Jäger hielt es für ſeine Pflicht, die Damen von der Gefahr, worin ſie ſchwebten zu unterrichten. Er ging in das andere Zimmer, und bald darauf öffnete er die Thüre, welche von dem Zimmer der Gräſin in das des Studenten führte. Die Gräfin, eine Dame von etwa vierzig Jahren, trat vor Schrecken bleich zu dem Studenten heraus, und ließ ſich Alles noch einmal von ihm wiederholen. Dann berieth man ſich, was in dieſer mißlichen Lage zu thun ſei, und beſchloß, ſo be⸗ hutſam als möglich die zwei Bedienten, den Fuhrmann und die Handwerksburſche herbeizuholen, um im Fall eines Angriffs wenigſtens gemeinſame Sache machen zu können.
Als dieſes bald darauf geſchehen war, wurde das
Zimmer der Gräfin gegen die Hausflur hin verſchloſſen und mit Kommoden und Stuühlen verrammelt. Sie
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