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Der junge Mann ſchlich ſich auf ſein Zimmer, löſchte die Kerzen aus und ließ nur das Licht brennen, das ihm die Wirthin gegeben. Dann lauſchte er an der Thüre.
Bald kam die Wirthin mit den Damen die Treppe herauf und führte ſie mit freundlichen, ſanften Worten in das Zimmer nebenan. Sie redete ihren Gäſten zu, ſich bald niederzulegen, weil ſie von der Reiſe er⸗ ſchöpft ſein werden. Dann ging ſie wieder hinab. Bald darauf hörte der Student ſchwere männliche Tritte die Treppe herauf kommen. Er öffnete behutſam die Thüre und erblickte durch eine kleine Spalte den großen Mann, welcher die Damen aus dem Wagen gehoben. Er trug ein Jagdkleid, hatte einen Hirſchfänger an der Seite und war wohl der Reiſeſtallmeiſter oder Begleiter der fremden Damen. Als der Student bemerkte, daß dieſer allein heraufgekommen war, öffnete er ſchnell die Thüre und winkte dem Mann, zu ihm einzutreten. Verwun⸗ dert trat dieſer näher, und ehe er noch fragen konnte, was man von ihm wolle, flüſterte ihm jener zu: „Mein Herr! Sie ſind heute Nacht in eine Räuber⸗ ſchenke gerathen.“
Der Mann erſchrak. Der Student zog ihn aber vollends in ſeine Thüre und erzählte ihm, wie ver⸗ dächtig es in dieſem Hauſe ausſehe.
Der Jäger wurde ſehr beſorgt, als er dies hörte. Er belehrte den jungen Mann, daß die Damen, eine Gräfin und die Kammerfrau, anfänglich die ganze Nacht durch haben fahren wollen; aber etwa eine halbe Stunde von dieſer Schenke ſei ihnen ein Reiter


