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aber es kam ihm ein Grauen an. Er antwortete nichts, ſondern lief ſeinem Haus zu.
Bei dieſen Worten wurde der Erzähler durch ein Geräuſch vor der Schenke unterbrochen. Man hörte einen Wagen anfahren, mehre Stimmen riefen nach Licht, es wurde heftig an das Hofthor gepocht, und dazwiſchen heulten mehre Hunde. Die Kammer, die man dem Fuhrmann und den Handwerksburſchen an⸗ gewieſen hatte, ging nach der Straße hinaus; die vier Gäſte ſprangen auf und liefen dorthin, um zu ſehen, was vorgefallen ſei. Soviel ſie beim Schein einer La⸗ terne ſehen konnten, ſtand ein großer Reiſewagen vor der Schenke; ſo eben war ein großer Mann beſchäftigt, zwei verſchleierte Frauen aus dem Wagen zu heben, und einen Kutſcher in Livrée ſah man die Pferde ab⸗ ſpannen, ein Bediente aber ſchnallte den Koffer los. „Dieſen ſei Gott gnädig,“ ſeufzte der Fuhrmann. „Wenn dieſe mit heiler Haut aus dieſer Schenke kom⸗ men, ſo iſt mir für meinen Karren auch nicht mehr bange.“
„Stille!“ flüſterte der Student.„Mir ahnet, daß man eigentlich nicht uns, ſondern dieſen Damen auf⸗ lauert. Wahrſcheinlich waren ſie unten ſchon von ihrer Reiſe unterrichtet. Wenn man ſie nur warnen könnte! Doch halt! Es iſt im ganzen Wirthshaus kein anſtän⸗ diges Zimmer für die Damen, als das neben dem mei⸗ nigen. Dorthin wird man ſie führen. Bleibt ihr ruhig in dieſer Kammer, ich will die Bedienten zu unter⸗ richten ſuchen.“


