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nicht über Ritter Kuno. Man fand es ſchön und löb⸗ lich, daß er die letzten Tage der alten Frau Feldhei⸗ merin aufheitern wollte, man pries ihn als einen frommen Herrn, weil er den Pater Joſeph in ſein Schloß aufgenommen hatte. Die Einzigen, die ihm gram waren und auf ihn ſchmähten, waren ſeine Brü⸗ der und die Gräfin. Aber nur zu ihrem eigenen Scha⸗ den, denn man nahm allgemein ein Argerniß an ſo unnatürlichen Brüdern, und zur Wiedervergeltung ging die Sage, daß ſie mit ihrer Mutter ſchlecht und in beſtändigem Hader leben und unter ſich ſelbſt ſich alles Mögliche zu Leide thun. Graf Kuno von Zollern⸗ Hirſchberg machte mehre Verſuche, ſeine Brüder mit ſich auszuſöhnen; denn es war ihm unerträglich, wenn ſie oft an ſeiner Veſte vorbeiritten, aber nie einſpra⸗ chen, wenn ſie ihm in Wald und Feld begegneten und ihn kälter begrüßten als einen Landfremden. Aber ſeine Verſuche ſchlugen fehl, und er wurde noch überdies von ihnen verhöhnt. Eines Tages fiel ihm noch ein Mittel ein, wie er vielleicht ihre Herzen gewinnen könnte, denn er wußte, ſie waren geizig und habgierig. „Es lag ein Teich zwiſchen den drei Schlöſſern beinahe in der Mitte, jedoch ſo, daß er noch in Kuno's Revier gehörte. In dieſem Teich befanden ſich aber die beſten Hechte und Karpfen der ganzen Umgegend, und es war für die Brüder, die gerne fiſchten, ein nicht ge⸗ ringer Verdruß, daß ihr Vater vergeſſen hatte, den Teich auf ihr Theil zu ſchreiben. Sie waren zu ſtolz, um ohne Vorwiſſen ihres Bruders dort zu fiſchen, und doch mochten ſie ihm auch kein gutes Wort geben, daß


