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terricht im Hexen nehmen bei der Frau Feldheimerin. Eil! was macht doch der dumme Kuno für Streiche.“
„Er iſt ein ganz gemeiner Menſch!“ erwiderte die Frau Gräfin,„und Du ſollteſt nicht darüber lachen, kleiner Schalk; das iſt eine Schande für die ganze Fa⸗ milie, und man muß ſich ja ſchämen vor der ganzen Umgegend, wenn es heißt, der Graf von Zollern hat die alte Hexe, die Feldheimerin, abgeholt in einer prachtvollen Sänfte, und Mauleſel dabei, und läßt ſte bei ſich wohnen. Das hat er von ſeiner Mutter, die war auch immer ſo gemein mit Kranken und ſchlech⸗ tem Geſindel. Ach, ſein Vater würde ſich im Sarg wenden, wüßte er es.“
„Ja,“ ſetzte der kleine Schalk hinzu,„der Vater würde noch in der Gruft ſagen: Weiß ſchon, dummes Zeug!“
„Wahrhaftig! da kommt er mit dem alten Mann und ſchämt ſich nicht, ihn ſelbſt unter dem Arm zu führen,“ rief die Frau Gräfin mit Entſetzen,„kommt, ich will ihm nicht mehr begegnen.“
Sie entfernten ſich, und Kuno geleitete ſeinen alten Lehrer bis an die Brücke und half ihm ſelbſt in die Sänfte; unten aber am Berg hielt er vor der Hütte der Frau Feldheimerin und fand ſie ſchon fertig, mit einem Bündel voll Gläschen und Toͤpfchen und Tränklein und anderem Geräthe nebſt ihrem Buchs⸗ baumſtöcklein einzuſteigen.
Es kam übrigens nicht alſo, wie die Frau Gräfin vpon Zollern in ihrem böſen Sinn hatte vorausſehen wollen. In der ganzen Umgegend wunderte man ſich


