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wie prächtig, es dürfte ſich keine Kaiſerin daran ſchä⸗ men; nun wird wohl auch die Hausfrau nicht mehr lange fehlen, daß ſie darin im Lande umherreist.“
„Habe bis jetzt noch nicht daran gedacht, gnädige Frau Mutter,“ erwiderte Kuno,„will mir deßwegen andere Geſellſchaft zur Unterhaltung ins Haus nehmen und bin deßwegen mit der Sänfte hieher gereist.“
„Ei, Ihr ſeid gar gütig und beſorgt,“ unterbrach ihn die Dame, indem ſtie ſich verneigte und lächelte.
„Denn er kommt doch nicht mehr gut zu Pferde fort,“ ſprach Kuno ganz ruhig weiter,„der Pater Jo⸗ ſeph nämlich, der Schloßkaplan. Ich will ihn zu mir nehmen, er iſt mein alter Lehrer, und wir haben es ſo abgemacht, als ich Zollern verließ. Will auch unten am Berg die alte Frau Feldheimerin mitnehmen. Lieber Gott! ſie iſt jetzt ſteinalt und hat mir einſt das Leben gerettet, als ich zum erſtenmal ausritt mit mei⸗ nem ſeligen Vater; habe ja Zimmer genug in Hirſch⸗ berg, und dort ſoll ſie abſterben.“ Er ſprach es und ging durch den Hof, um den Pater Schloßkaplan zu holen.
Aber der Junker Wolf biß vor Grimm die Lippen 1
zuſammen, die Frau Gräfin wurde gelb vor Arger und der kleine Schalk lachte laut auf:„Was gebt Ihr mir für meinen Gaul, den ich von ihm geſchenkt kriege?“ ſagte er;„Bruder Wolf, gib mir Deinen Harniſch, den er Dir gegeben, dafür. Ha! ha! ha!
den Pater und die alte Hexe will er zu ſich nehmen?
Das iſt ein ſchönes Paar, da kann er nun Vormittags Griechiſch lernen beim Kaplan und Nachmittags Un⸗


