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als jeder eine Burg, zu welcher nichts gehört, als Wald?
Vergebens ſtellte ihr der Graf vor, daß man Kuno billigerweiſe das Erſtgeburtsrecht nicht rauben dürfe, ſie weinte und zankte ſo lange, bis das böſe Wetter, das ſonſt Niemand ſich fügte, des lieben Friedens wil⸗ len nachgab, und im Teſtament dem kleinen Schalk Schalksberg, Wolf, dem größeren Zwillingsbruder, Zollern, und Kuno Hirſchberg mit dem Städtchen Balingen verſchrieb. Bald darauf, nachdem er alſo verfügt hatte, fiel er auch in eine ſchwere Krankheit. Zu dem Arzt, der ihm ſagte, daß er ſterben müſſe, ſagte er:„Ich weiß ſchon;“ und dem Schloßkaplan, der ihn ermahnte, ſich zu einem frommen Ende vorzu⸗ bereiten, antwortete er:„Dummes Zeug,“ fluchte und raste fort, und ſtarb, wie er gelebt hatte, roh und als ein großer Sünder.
Aber ſein Leichnam war noch nicht beigeſetzt, ſo kam die Frau Gräfin ſchon mit dem Teſtament herbei, ſagte zu Kuno, ihrem Stiefſohn, ſpöttiſch, er möchte jetzt ſeine Gelehrſamkeit beweiſen und ſelbſt nachleſen, was im Teſtament ſtehe, nämlich, daß er in Zollern nichts mehr zu thun habe, und freute ſich mit ihren Söhnen über das ſchöne Vermögen und die beiden Schlöſſer, die ſie ihm, dem Erſtgeborenen, entriſſen hatten.
Kuno fügte ſich ohne Murren in den Willen des Verſtorbenen; aber mit Thränen nahm er Abſchied von der Burg, wo er geboren worden, wo ſeine liebe Mutter begraben lag, und wo der gute Schloßkaplan


