Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Gedanken Ihres Herzens verſtehen? Sie ſagen, es pocht nur vor Unmuth; was hat denn ein gewiſſes Fürſten⸗ kind gethan, daß Ihr Herz ſo gar unmuthig pocht?

Der Graf erblaßte; er preßte des Fremden Hand feſt in der ſeinigen:Um Gottes willen, ſchweigen Sie; nie mehr eine Silbe über dieſen Punkt! Ich weiß, ich verſtehe, was Sie meinen, ich will ſogar zugeben, daß Sie recht geſehen haben; der Teufel hat Ihre Augen ge⸗ macht, Major! Doch warum bitte ich einen Ehrenmann wie Sie, zu ſchweigen? Es hat noch keiner vom achten Regiment ſeinen Kameraden verrathen.

Sie haben Recht, und kein Wort mehr darüber; doch nur dies Eine noch; vom achten verrathet keiner den Kameraden, ob aber der gute Kamerad ſich ſelber nicht verräth? 4

Kommen Sie hier in dieſe Treppe, flüſterte der Graf, denn es nahten ſich mehre Perſonen;Jeſus Maria, ſollte außer Ihnen Jemand etwas ahnen?

Wenn Sie Vertrauenum Vertrauen geben werden, wohlan, ſo will ich beichten.

3O foltern Sie mich nicht, Major! Ich will nachher ſagen, was Sie haben wollen, nur geſchwind, ob Je⸗ mand außer Ihnen

Der Major von Larun erzählte, er ſei heute in die⸗ ſer Stadt angekommen, ſeine Depeſchen ſeien bei dem Geſandten bald in Richtigkeit geweſen, man habe ihn

in die Oper mitgenommen, und dort, wie er entzückt die Prinzeſſin aus der Ferne betrachtet, habe ihm die Geſandtin geſagt, daß Sophie in ein Verhältniß unter

ihrem Stande verwickelt ſei.Sie traten ein in die