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4 ſo mörderiſch gegeigt und trompetet haben, ſonſt hätte Jedermann Ihren Zronievsky hören müſſen. Was wol⸗
5 len denn Sie nur von dem Grafen, Sie wiſſen ja doch,
daß wir vermeiden, ihn zu kennen!“ „Kein Wort weiß ich,“ erwiderte der Fremde;„wie kann ich auch wiſſen, wen Sie kennen, und wen nicht, da ich erſt ſeit drei Stunden hier bin? Warum vermei⸗ den Sie es, ihn zu ſehen?“
„Nun, ſeine Verhältniſſe zu unſerer Regierung können Ihnen nicht unbekannt ſein,“ ſprach der Ge⸗ ſandte;„er iſt verwieſen, und es iſt mir höchſt fatal, daß er gerade hier, und immer nur hier ſein will. Er hat ſich unverſchämter Weiſe bei Hofe präſentiren laſ⸗ ſen, und ſo ſehe ich ihn auf jedem Schritt und Tritt, und doch wollen es die Verhältniſſe, daß ich ihn ignorire. überdies macht mir der fatale Menſch ſonſt noch genug zu ſchaffen; man will höheren Orts wiſſen, wovon er lebe, und ſo glänzend lebe, da doch ſeine Güter confis⸗ cirt ſind; und ich weiß es nicht heraus zu bringen. Sie kennen ihn, Baron?“
Der Fremde hatte dieſe Rede nur halb gehört; er ſah unverwandt nach der fürſtlichen Lage; er ſah, wie
Zronieysky mit der Fürſtin und den andern Damen ſprach, wie nur ſein feuriges Auge hin und wieder nach Sophien hingleitete, wie ſie begierig dieſen Strahl auf⸗ fing und zurück gab. Der Vorhang flog auf, der Graf trat zurück und verſchwand aus der Loge; Leporello hub ſeine Klagen an.
„ Sie kennen ihn, Baron 2“ flüſterte der Geſandte. „Wiſſen Sie mir Näheres über ſeinf Vexrhältuiſſe—
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