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„Jch habe mit ihm unter den polniſchen Lanciers gedient.“
„Iſt wahr; er hat in der franzöſiſchen Armee ge⸗ dient, ſahen Sie ſich oft? Kennen Sie ſeine Reſſourcen?“
„Ich habe ihn nur geſehen,“ warf der Fremdeleicht hin,„wenn es der Dienſt mit ſich brachte; ich weiß nichts von ihm, als daß er ein braver Soldat und ein ſehr unterrichteter Offizier iſt.“.
Der Geſandte ſchwieg; ſei es, daß er dieſen Wor⸗ ten glaubte, fei es, daß er zu vorſichtig war, ſeinem Gaſt durch weitere Fragen Mißtrauen zu zeigen. Auch der Fremde bezeugte keine Luſt, das Geſpräch weiter fortzuſetzen; die Oper ſchien ihn ganz in Anſpruch zu nehmen; und dennoch war es ein ganz anderer Gegen⸗ ſtand, der ſeine Seele unabläſſig beſchäftigte.„Alſo hieher hat dich dein unglückliches Geſchick endlich getrie⸗ ben?“ ſagte er zu ſich,„armer Zronievsky! Als Knabe wollteſt du dem Kosciusko helfen, und dein Vaterland befreien, Freiheit und Kosciusko ſind verklungen und verſchwunden! Als Jüngling warſt du für den Ruhm der Waffen, für die Ehre der Adler, denen du folgteſt, begeiſtert, man hat ſie zerſchlagen; du hatteſt dein Herz ſo lange vor Liebe bewahrt, ſie findet dich endlich als Mann, und ſiehe— die Geliebte ſteht ſo furchtbar hoch, daß du vergeſſen oder untergehen mußt!“
Das Geſchick ſeines Freundes, denn dies war ihm Graf Zronievsky geweſen, ſtimmte den Fremden ernſt und trübe, er verſank in jenes Hinbrüten, das die Welt und, alle ihre Verhältniſſe vergißt, und der Geſandte mußte ihn, als der erſte Akt der Oper zu Ende war,


