Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Treiben nachzudenken; er mochte gefunden haben, daß ihn jene politiſchen Träume, welchen er nachgehängt hatte, nicht befriedigen könnten, daß es ein höheres, reineres Intereſſe gebe, wodurch ſein Leben Bedeu⸗ tung und Gehalt, ſeine Seele Ruhe und Zufriedenheit gewänne.

Der General lächelte, als ihm Robert ſein Ver⸗ hältniß zu Anna entdeckte und die Wünſche auszuſpre⸗ chen wagte, die ſich mit dem Gedanken an die Geliebte verbanden. Er lächelte und geſtand ſeinem Sohn, daß er längſt dieſes Verhältniß geahnet, daß er gewünſcht habe, das unruhige Treiben des jungen Mannes möchte eine feſtere Richtung annehmen.Ich kenne Dich, ſagte er ihm,wäreſt Du zu jener Zeit jung geweſen, wo wir in Europa umherzogen, um Krieg zu führen, ſo hätte Deine Phantaſie mit aller Kraft die großar⸗ tigen Bilder des Krieges ergriffen, ich hätte Dir den erſten Raum geöffnet, Du ſelbſt hätteſt dann Deine

Laufbahn gemacht. Daß Du in dieſen ſtillen Feier⸗

tagen des Jahrhunderts nicht dienen willſt, kann ich Dir nicht übel nehmen. Des Umherſchweifens in der Welt biſt Du ſatt, das Leben in den Salons genügt Dir nicht, ſo bleibe bei mir; beſorge an meiner Statt meine Güter, ich kann dabei nur gewinnen; ich gewinne Zeit für mich und meine Erinnerungen, gewinne Dich, und ſetzte er mit einem freundlichen Händedruck hinzu,wenn Du anders Deiner Sache gewiß biſt, ge⸗ winne ich Anna.

Sie beſprachen dieſes Kapitel auch auf dem Weg nach Thierberg wieder, und Robert gab ſeinem Vater W. Hauffs Werke, IV. 8