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zieht, aber— ich theile weder ihre Plane, noch die Anſichten, die ſie über die Mittel zum Zweck haben. Ich habe nur gedacht, nie gehandelt, habe mir ſelbſt gelebt, nicht mit Andern, und Beſchuldigungen, welche Andere treffen mögen, werden nie auf mich kommen.“ So war es denn gelungen, den jungen Willi auf ſo lange frei zu machen, als nicht ſtärkere Beweiſe, die gegen ihn vorgebracht würden, ſeine Anweſenheit vor den Gerichten nothwendig machten, eine Schonung, die er nur der Fürſprache ſeines Vaters und dem Ver⸗ trauen verdankte, das man in die Bürgſchaft des Ge⸗ nerals Willii ſetzte.
Sie konnten ſich Beide wohl denken, welches Auf⸗ ſehen dieſer Vorfall in der Umgegend von Neckareck gemacht haben mußte; hätten ſie in einer Stadt ge⸗ wohnt, ſo würden ſie ſich wohl damit begnügt haben, ihren Bekannten von ihrer Rückkunft Nachricht zu geben, aber die Sitte auf dem Land fordert größere Auf⸗ merkſamkeit für gute Nachbarn; man mußte fünf oder ſechs Familien im Umkreis von drei Stunden beſuchen, mußte ihre Neugierde über dieſen Vorfall umſtändlich befriedigen; kurz, man mußte ſich zeigen, wie man ſich etwa nach einer überſtandenen Krankheit bei den Be⸗ kannten wieder zeigt und für ihre Theilnahme Dank ſagt. Als aber der General mit ſeinem Sohn am
dritten Tag nach ihrer Rückkehr nach Thierberg auf⸗
brach, war es noch ein anderer Grund, als Höflichkeit gegen gute Nachbarn, was ſie dorthin zog. Der junge Willi mochte in den einſamen Wochen ſeiner Gefan⸗ genſchaft Zeit gefunden haben, über ſein Leben und


