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indem er ſich artig verbeugte;„ſo habe ich das Ver⸗ gnügen, Ihnen Ihren Vetter Rantow vorzuſtellen.“
„Wie, Vetter Albert!“ rief ſie freudig.„So haben Sie endlich doch Wort gehalten? Wie wird ſich der Vater freuen! Und was macht Onkel und die liebe Tante, und wie ſind Sie gereist?“ So drängte ſich eine Frage nach der andern über die ſchönen Lippen, und Vetter Rantow fand, verloren in ſein Glück, eine ſchöne Muhme zu beſitzen, keine Worte, alle nach der Reihe zu beantworten. Wie reizend, wie naiv klang ihm die Sprache! Er konnte nicht ſagen, daß ſie gegen irgend eine Regel des Styls geſündigt hätte, und doch däuchte es ihm, es ſeien ganz andere Worte, ganz andere Töne, als die er in ſeinem Vaterland gehört hatte. Er fühlte, er ſei zu ſchnell gereist, als daß er allmählig auf dieſen Contraſt vorbereitet worden wäre.
„Dies iſt mein Lieblingsſpaziergang,“ ſagte ſie, indem ſie langſam neben ihm herging.„Zwar iſt der Weg im Thal noch angenehmer, der Neckar macht ſchöne Windungen, alte Burgen ſchmücken die Höhen— und die unſrige ſpielt dabei nicht die ſchlechteſte Rolle, wenigſtens was das Alterthum betrifft— Dörfer und ſogar ein Städtchen ſieht man Thal auf und ab; aber der Rückweg ins Schloß hinauf iſt dann ſo ſteil und mühſam, und auf der Straße gehen mir zu viel Leute. Der Wald hier liegt nicht höher als das Schloß, in einem halben Stündchen geht man herüber und iſt dann ſo köſtlich einſam, als ſäße man in ſeinem Boudoir bei verſchloſſenen Thüren.“
„Bis dann der Zufall einen Vetter aus Preußen


