Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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ſah den Jäger angelegentlich mit ſeinem Diener ſprechen und bald darauf führte man zwei ſchöne Pferde vor. In demſelben Augenblick trat der grüne Herr eilends in den Saal, ſeine Augen ſuchten und fanden den Reiſegefähr⸗ ten, er trat zu ihm, doch nur um ſchnell aber herzlich von ihm Abſchied zu nehmen; und ſo konnte ihn der Brandenburger zu ſeinem großen Verdruß nicht ein⸗ mal nach dem Haus und der Familie Käthchens von Heilbronn fragen, eine Frage, die er ſich unter ſei⸗ nen Reiſenotizen aufgezeichnet und doppelt unterſtrichen hatte. Doch der Anblick des Jägers, wie er ſich ſo leicht in den Sattel des ſchönen, ſtolzen Pferdes ſchwang, wie er ſo majeſtätiſch über den Markt hinſprengte, ſöhnten ihn mit der beinahe unhöflichen Haſt aus, womit Jener von ihm Abſchied genommen hatte. Er geſtand ſich, ſelten eine ſo wohlgebaute Geſtalt mit einem ſo ſchönen, ausdrucksvollen Geſicht vereint geſehen zu haben.

Wer war dieſer Herr im grünen Kleid? fragte er den Kellner, der am andern Fenſter dem Reiter nachblickte.

Mit dem Namen kann ich nicht dienen, antwor⸗ tete Jener;ich weiß nur, daß man ihnHerr Ba⸗ ron nennt, daß ſein Vater einige Stunden von hier am Neckar Güter hat, und daß ſie ſehr reich ſein ſol⸗ len; in die Stadt kömmt er ſelten.

Nicht ganz zufrieden mit dieſer Erklärung, ſetzte ſich der junge Mann wieder in den Wagen. Sein Va⸗ ter, der früher einmal in dieſem Lande geweſen war, hatte ihm ſo viel Sonderbares von ſchwäbiſchen Baro⸗ nen erzählt, daß er in ſeinem liebenswürdigen und ge⸗