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10.
Der alte Herr von Rempen erinnerte ſich mehrer Fälle, wo die feierliche Verlobung gräflicher, ſogar fürſtlicher Paare gleich den andern oder dritten Tag, nachdem die Werbung angenommen worden, vor ſich gegangen war. Er ſtand daher um ſo weniger an, ſei⸗ nen Neffen und Eliſens Vater zu gleicher Eilfertigkeit zu treiben, als er ſelbſt gleich nach dieſer Scene, wobei, ſeiner Meinung nach, ſein Segen nothwendig war, auf mehre Wochen auf das Land gehen wollte. So kam es, daß ſich der Stallmeiſter durch den verhängnißvol⸗ len Zug der Umſtände in die ruhige Bucht eines ſchö⸗ nen, häuslichen Glückes verſetzt ſah, als er ſich kaum noch auf hoher See glaubte oder wenigſtens von Klip⸗ pen träumte, an welchen ſeine Hoffnung auf immer
ſcheitern konnte. Am Morgen jenes feſtlichen Tages,
der zu ſeiner Verlobung angeſetzt war, brachte ihm ein Knabe einen Brief; die Hand die ihn überſchrieben, war ihm unbekannt. Er öffnete, und fand den Namen des Magiſter Bunker unterzeichnet. So unangenehm auch die Erinnerungen ſein mochten, mit welchen dieſer Name in Verbindung ſtand, ſo machte doch das Anden⸗ ken an dieſen alten Mann und die wenigen rührenden Worte des Briefes tiefen Eindruck auf ihn. Er bat, der Stallmeiſter möchte dem Knaben zu ihm folgen. Er habe ihm nothwendig etwas zu eröffnen und ſei ſelbſt zu ſchwach und angegriffen, als daß er über die Straße gehen könnte. Rempen fürchtete anfangs ein Zuſam⸗ mentreffen mit Palvi. Als aber der Knabe auf ſeine Frage, ob Herr von Palvi bei dem Alten ſei, antwor⸗


