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„Aber mein Gott, Rempen,“ ſagte ſie, indem ſie ſich ſanft von ihm loszumachen ſuchte,„was machen Sie doch?“
„Ich habe Dich ja längſt geliebt,“ fuhr er fort, „hatte nur einen Wunſch, ich glaubte Dein Herz nicht mehr frei und zögerte; jetzt, da ich weiß, daß nur Gram, aber keine fremde Liebe in dieſem Herzen wohnt, jetzt mußte ich dieſes läſtige Geheimniß von mir werfen. Aber wie?— zürnen Sie mir vielleicht über alles dieſes?“
„Julius!“ rief ſie erſchreckt von dem wehmüthigen Ton, womit er die letzten Worte ſagte. Dieſer Name, ſo ſanft und wohlwollend ausgeſprochen, ihr ängſtlicher zärtlicher Blick ſagten ihm mehr als alle Worte.„Und darf ich mit dem Vater reden, Eliſe? Darf ich?“ ſetzte er hinzu.
Sie erröthete und erbleichte eben ſo ſchnell wieder, ſie ſah ihn eine kleine Weile prüfend an, eine Thräne trat in ihre ſchönen Augen, aber um ihren Mund zog ein flüchtiges, feines Lächeln; ſie drückte ſeine Hand; eine kleine Bewegung des Hauptes und die hohe Röthe, die wieder über ihre Wangen ging, ſagten ja, und ſchnell, wie vom Wind hinweggetragen, war ſie in ein anderes Zimmer entſchlüpft.
Der Stallmeiſter war in jeder Hinſicht eine ſo gute und anſtändige Partie, daß der alte Wicklow, alsder Geheimerath von Rempen für ſeinen Neffen warb, keinen Anſtand nahm, ſeine Zuſage zu geben. Der junge Mann ſelbſt war ſo von ſeinem ſüßen Glück erfüllt, daß er lange nicht an die Begebenheiten dachte, die dieſem wichtigen Schritt Worangegangen waren. Endlich er⸗ innerte ihn ein Zufall an Palvi; ſo unangenehm dieſe


