Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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hinter Beiden ging ein Diener in bunten Kleidern; er trug einen großen Sonnenſchirm unter dem Arm und hatte ein ſpaniſches Netz über ſeine dunkeln Haare gezogen.. Als ſie ſo weit herabgekommen waren, wo der Sand von der vorigen Flut noch feucht war, an die Stelle, wo man das Brett nach der Schaluppe aus⸗ warf, blieben ſie ſtehen, und das ſchöne junge Paar ſah nach dem Schiff, dann ſahen ſie ſich an und die Dame legte ihr Haupt auf die Schulter des Mannes, daß die Strausfedern um ſein Geſicht ſpielten und ſeine ſtillen Thränen den Augen der Neugierigen verbargen. Der alte Herr ſtand nicht weit davon, wickelte ſich, finſter auf die See blickend, tief in ſeinen Mantel, und ein üge blinkte, man wußte nicht, ob von einer Thräne er dem Wiederſchein der glänzenden Wellen. Jetzt 3 im die Schaluppe plätſchernd ans Ufer; das Brett wurde usgeworfen und ein donnernder Schuß vom Schiffe chreckte das Paar aus ſeiner Umarmung. Der alte Herr trat heran, bot dem jungen Mann die Hand, ſchüttelte ſie kräftig und ſtieg dann ſchnell über das Brett, ſein Diener folgte, nachdem auch er dem Jüng⸗ Aing herzlich die Hand geboten. Jetzt umarmten ſich die lungen Leute noch einmal; er wandte ſich zuerſt los und 1 führte die Dame nach dem Brett.Auf immer! flüſterte ſie mit wehmüthigem Lächeln.Auf immer! antwor⸗ ete der junge Mann, indem er ſie bebend, mit Thrä⸗ nen anſah. Noch einen Händedruck und ſie wandte ſich, das Brett hinanzuſteigen. Schon ſtand ſie oben, der Oberbootsmann, ein breiter Engländer, wartete am