„Es iſt wunderbar mit Kunſtwerken, beſonders mit
während einem Einzelnen aus ſolch einem Bilde eine
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in dieſem Gemälde, das für mich von Bedeutung iſt.“ — Der Alte ſah ihn fragend an, als genüge ihm dieſe Antwort nicht völlig, und Fröben fuhr gefaßter fort:
Gemälden. Es gehen an einem Bilde oft Tauſende vorüber, finden die Zeichnung richtig, geben dem Co⸗ lorit ihren Beifall, aber es ſpricht ſie nicht tiefer an,
tiefere Bedeutung aufgeht; er bleibt gefeſſelt ſtehen, kann ſich kaum losreißen von dem Anblick, er kehrt wie⸗ der und immer wieder, von neuem zu betrachten.“ „Sie können Recht haben,“ ſagte der Alte nachden⸗ kend, indem er auf das Gemälde ſchaute,„aber— ich denke, es ließe ſich dies nur von größeren Compoſitionen ſagen, von Gemälden, in welche der Maler eine tiefere Idee legte. Es gehen Viele vorüber, bis die Bedeutung endlich einem aufgeht, der dann den tiefen Sinn des Künſtlers bewundert. Aber ſollte man dies von ſolchen Köpfen behaupten können?“ 4“ Der junge Mann erröthete.„Und warum nicht?“* 4
fragte er lächelnd.„Die ſchönen Formen dieſes Geſich⸗ 3 tes, die edle Stirne, dieſes ſinnende Auge, dieſer holde Mund, hat ſie der Künſtler nicht mit tiefem Geiſte ge⸗ ſchaffen, liegt nicht etwas ſo Anziehendes in dieſen Zü⸗ gen, daß— 4
„ O bitte, bitte,“ unterbrach ihn der Alte gütig ab⸗ wehrend;„es war allerdings eine recht hübſche Perſon, die dem Künſtler geſeſſen; die Familie hat ſchöne Frauen.“ „Wie? welche Familie?“ rief der Jüngling er⸗


