im breiten Weg auf Don Pedro geſtoßen, ſolcher ihn gar freundlich gegrüßt, ſeinen Arm traulich in den ſei⸗ nigen geſchoben hatte und mit ihm einigemal, eifrig ſprechend, auf und ab ſpazirt war, ſeitdem betrachtete man ihn neugierig, ſogar mit einer gewiſſen Achtung; denn der ſtolze Spanier, der ſonſt mit Niemand ſprach, hatte ihn mit auffallender Aſtimation behandelt. 3 Die ſchönſten Fräulein fanden jetzt, daß er gar kein übles Geſicht habe, ja es liege ſogar etwas Intereſſan⸗ tes, überaus Anziehendes darin, was man in den An⸗ lagen eben nicht häufig ſehe; die Direktoren und allerlei Räthe fragten:„Wer der junge Mann wohl ſein könnte?“ und nur einige Lieutenants konnten Auskunft geben, daß er hie und da im Muſeum Beefſteaks ſpeiſe, ſeit einen halben Jahre in der Schloßſtraße wohne, und einen ſchönen Mecklenburger reite, ſo ihm eigen an⸗
gehörig. Sie ſetzten noch Vieles über die Vortrefflichkeit 8 4
dieſes Pferdes hinzu, wie es gebaut, von welcher Farbe, wie alt es ſei, was es wohl koſten könnte, und kamen ſo auf die Pferde überhaupt zu ſprechen, was ſehr lehr⸗ reich zu hören geweſen ſein ſoll.
Den jungen Fröben aber ſah man ſeit dieſer Zeit öfter in Geſellſchaft Don Pedro's, und gewöhnlich fand er ſich Abends im König von England ein, wo er, etwas entfernt von andern Gäſten, bei dem Selkor ſaß und mit ihm ſprach. Diego aber ſtand hinter dem Stuhle ſeines Herrn und bediente Beide fleißig mit Peres und
Cigarren. Niemand konnte eigentlich begreifen, wie die eiden Herren zuſammengekommen, oder welches In⸗ tereſſe
an einander ſanden. Man rieth hin und her,


