Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

142

Gewißheit. Die Anfangslettern ſeines Namens ſind dort eingezeichnet.

Und geben Sie mir Vollmacht, für Sie zu han⸗ deln? Darf ich Alles, was Sie mir ſagten, ſelbſt vor Gericht angeben?

Ich habe keine Wahl, Alles! Aber nicht wahr, Doktor, Sie gehen zu Boloni und ſagen ihm, was ich Ihnen ſagte? Er wird Ihnen glauben, er kannte ja auch Seraphine.

Und darf ich nicht auch wiſſen, fuhr der Medi⸗ cinalrath fort,wie der Geſandte hieß, in deſſen Haus Sie ſich verbargen? 8

Warum nicht? Es war ein Baron Martinow?

Wie? rief Lange in freundiger Bewegung.Der Baron Martinow? Iſt er nicht in... ſchen Dienſten?

Ja, kennen Sie ihn? Er war Geſandter des . ſchen Hofes in Paris und nachher in Petersburg.

O dann iſt es gut, ſehr gut, ſagte der Medici⸗ nalrath und rieb ſich freudig die Hände.Ich kenne ihn, er iſt ſeit geſtern hier; er hat mich rufen laſſen; eer wohnt im Hotel de Portugal.

Eine Thräne blinkte in dem Auge der Sängerin und von frommen Empfindungen ſchien ihr Herz be⸗ wegt.So mußte ein Mann, ſagte ſie,den ich viele hundert Meilen entfernt glaubte, hieher kommen, um die Wahrheit meiner Erzählung zu bekräftigen! Gehen Sie zu ihm; ach, daß auch Carlo zuhören könnte, wenn er Ihnen verſichert, daß ich die Wahrheit ſprach!

Er ſoll es, er ſoll mit mir, ich will es ſchon ma⸗ chen. Adien, gutes Kind; ſein Sie ganz ruhig, es muß

y