Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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ich armes, hülfloſes Mädchen machen, wenn dieſer Menſch, wer er auch ſein mochte, ſolche Dinge von mir ausſagte? Die Welt würde ihm geglaubt haben und Carlo, ach! Carlo wäre nicht der Letzte geweſen, der mich verdammt hätte. Ich folgte dem Mann an meiner Seite willenlos. Er flüſterte mir die ſchrecklichſten Dinge zu; meinen Onkel, wie er den Chevalier nannte, habe ich unglücklich gemacht, meinen Vater, meine Fantilie ins Verderben geſtürzt. Ich konnte es nicht mehr aus⸗ halten, ich riß mich los und rief nach meinem Wagen. Als ich mich aber auf der Treppe umſah, war dieſe ſchreckliche Geſtalt mir gefolgt.Ich fahre mit Dir nach Hauſe, Schepperl, ſprach er mit ſchrecklichem Lachen;ich habe noch ein paar Worte mit Dir zu reden. Die Sinne vergingen mir, ich fühlte, daß ich ohnmächtig wurde; ich wachte erſt wieder im Wagen auf, die Maske ſaß neben mir. Ich ſtieg aus und ging auf mein Zimmer, er folgte; er fing ſogleich wieder an zu reden; in der Todesangſt, ich möchte verrathen wer⸗ den, ſchickte ich Babette hinaus.

Was willſt Du hier, Clender!" rief ich voll Wuth, mich ſo beleidigt zu ſehen.Was kannſt Du von mir Schlechtes ſagen? Ohne meinen Willen kam ich in jenes Haus; ich verließ es, als ich ſah, was dort meiner warte.

Schepperl, mache keine Umſtände; es gibt nur zwei Wege, Dich zu retten. Entweder zahlſt Du auf der Stelle zehntauſend Franken, ſei es in Juwelen oder Gold, oder Du folgſt mir nach Paris; ſouſt weiß mor⸗ gen die ganze Stadt mehr von Dir, als Dir lieb iſt.a

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