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treuer Freunde; Achtung aller Umgebungen, und für die Schöpfungen ſeines Geiſtes ein Beifall, der ſeine beſcheidenen Wünſche weit übertraf und ſeine Kraft zu neuen Anſtrengungen reizte! ein Beifall, wie er ſel⸗ ten einem der aufſtrebenden Jünger der Kunſt zu Theil geworden iſt; die Befreundung mit den ausgezeichnet⸗ ſten Geiſtern Deutſchlands, die er zum Theil unter ihrem Dache aufgeſucht, zum Theil an ſeinem Heerde aufge⸗ nommen; der Eintritt in einen ſeinen Neigungen und ſeiner wiſſenſchaftlichen Richtung ſo ganz entſprechenden Wirkungskreis, und die ſchönſten Hoffnungen häuslichen Glücks und einer ehrenvollen Laufbahn unter ſeinen Zeitgenoſſen; dies Alles war ihm aufgeblüht; mitten aus dieſem Garten ſeiner Freuden und Genüſſe, von die⸗ ſer Wiege großer Ahnungen und Entwürfe hat ihn der Tod hinweggenommen. Die heitere Lebensflamme iſt erloſchen. Vor wenigen Wochen hat er an dem Grabe eines Freundes geweint; drauf den andern zur Ruhe getragen; nicht ahnend, daß er ſich ſelbſt ſein Bett be⸗ ſtelle, daß zu dem Kranz der Ehre nun bald der Tod⸗ tenkranz um die bleiche Stirne ſich winden werde. Freunde! ſollte dieſes Leben voll Anmuth und Liebe todt, ſollte mit den lieben blauen Augen ſeines Antlitzes auch das Auge ſeines Geiſtes geſchloſſen ſein? Ihr habt es gehört, wie er, der Worte des Erlöſers eingedenk, in ſeines Vaters Hände ſeinen unſterblichen Geiſt befahl, wie ſeine Seele in den letzten Stunden ſeines Verweilens unter uns ſchon einer höheren Welt ange⸗ hörte, und mit dem demüthigen Gefühle, daß er Menſch geweſen, vor das Gericht der ewigen Liebe ſich ſtellte!


