nehmlich des akademiſchen Lebens in voller Hingebung an reine Geſelligkeit zubrachte; das ſeine Begeiſterung für die Wiſſenſchaft, ſeine Liebe zur Kunſt an die hei⸗ ligen Bande der Freundſchaft knüpfte, und in der Freundſchaft nur dann Genüge fand, wenn es ſich ganz, ohne Rückhalt, mit allen den kleinſten und größ⸗ ten Wünſchen, welche ſich in ihm bewegten, ja ſelbſt mit all den Mängeln, die es an ſich ſelbſt entdecken und belächeln zu müſſen glaubte, aufſchloß. Ungeſchwächt wird des Gatten Bild vor der Seele des liebenden Weibes ſtehen, deren Liebe ſein reines Jünglingsherz entflammte, nach deren frühem Beſitz er ſo ſehnend rang, für die er einen ſo freundlichen Heerd erbaut, und deren Leben er mit Geſangesgaben ſo reich ge⸗ ſchmückt und geehrt hatte! An jedem künftigen Mor⸗ gen wird unter Thränen ſeine Mutter, durch deren Bruſt ſo manches Schwert ſchon gedrungen iſt, die zarte Anhänglichkeit und das kindliche Vertrauen ſeg⸗ nen, womit ſie der Sohn immerdar, am glühendſten in ſeiner letzten Stunde umſchlang.
Mit dieſem heitern Weſen, dieſem ſinnigen Geiſte, dieſer offenen, treuen Liebe, trat er der Welt entge⸗ gen, und ſein Leben ward glücklich, weil er mit glück⸗ lichem Sinn es nahm und bildete. O Wonnezeit voll holder Träume! rief er jüngſt beim Rückblick auf das
Morgenroth ſeiner Kindheit.“ Eine Wonnezeit, ein
Frühlingsmorgen war ſein ganzes Daſein auf der Erde. Innige Sorge der Mutter und der Geſchwiſter; reiche Liebe der Braut und Gattin; Beſitz wackerer Genoſſen, * Phantaſien im Bremer Rathskeller, 8. 4827.


