Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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Thraͤnen wohl, ſagte Magnus wehmuͤ⸗ thig,und auch Troſt, doch Liebe duͤrft Ihr mir nicht bringen, denn ſein Auge ruhte lange auf Edwinnaſie darf mir keine ge⸗ ben. Pluͤtzlich, als ergriffe ihn ein Gedanke,

faßte er des Maͤdchens Hand, und ſagte haſtig:

Verſprich mir Eins! Theophilia!

Sie beugte ſich ſanft uͤber ihn hin, und lis⸗ pelte:Was, mein Magnus, ſoll ich Dir gelo⸗ ben?

Bei dieſen Worten ſchien ſein Blick ſich noch einmal zu beſeelen:

Ja! ja, ſo ſollſt Du mich nennen! Den Deinigen, Dein ewiges Beſitzthum bin ich, ſeit Pſychens Kuß mich zu einem ſo herrlichen Tod weihte. Verſprich mir, mich nie mit dem Na⸗ men zu nennen, der mich toͤdtet, und ſcheide ſo von mir, wie Du mich damals im Leben be⸗ gruͤßteſt.

Edwinna konnte nicht ſprechen. Sie winkte ihm unter Thraͤnenſtroͤmen Bejahung zu, und nachdem der eintretende Wundarzt Ruhe geboten, entfernte ſich alles, außer der trauernden Mutter, von dem Bette des Kranken.

Doch nicht lange, ſo nahm ſeine Unruhe zu. Er rief ſo laut, als ſeine zerrißne Bruſt es ge⸗ ſtattete, nach Theophilien, und wurde erſt wieder