Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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218 'ne gegenuͤber, der ſein Opfer ſelbſt das Schwer⸗ ſte nannte, und Emmo's weichem Gemuͤth allein das leichtere Tragen aufgedrungner Feſſeln zu⸗ ſchrieb, goß einen Purpurſtrom uͤber ihre Wan⸗ gen. Ihr jungfraͤulicher Stolz, unheilbar verletzt, ließ ſie einen Augenblick ihre natuͤrliche Schuͤch⸗ ternheit uͤberwinden, indem ſie mit Unwillen ſagte:

Mich lehrte man in meinem Kloſter die hohe Schuld der Dankbarkeit, mit jedem Opfer, auch dem Schwerſten zahlen. Darum nicht

weil der Fuͤrſt ein grauſames Spiel mit meinem

Herzen trieb wurde ich die Braut des edlen Sohnes meines Wohlthaͤters, wie ich ſeine Sela: vin geworden waͤre, haͤtte ich ſein Gluͤck nur da⸗ durch gruͤnden koͤnnen. Doch nun es deſſen nicht bedarf, erlauben Sie

Der Ring, mit welchem Emmo ſie vor ſei⸗ nem Scheiden zur Verlobten geweiht hatte, zit⸗ terte in ihren Haͤnden. Graf Malthen laͤchelte, und zog die Bewezte mit ſanft beruhigenden Worten wieder an ſeine Seite.

Wir haben uns wahrlich mißverſtanden,