Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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freiwillig einer fremden Beſchauung darzubie⸗ ten.

Conſtanze war ihr in unruhiger Erwartung gefolgt. Die gruͤne Brieftaſche ruhte, von dem argloſen Maͤdchen ihr freundlich hingereicht, in ih⸗ ren zitternden Haͤnden.

Da flog die Thuͤr raſch auf, und mit einem Schrei des Entſetzens ſtuͤrzte Conſtanze an dem Eintretenden voruͤber, aus dem Zimmer.

Graf Malthen denn er war es, der, ei⸗ ner leichten Unpaͤßlichkeit wegen, die Aſſemblee fruͤher, als ſeine Familie verlaſſen, und ſich auf eine Unterhaltung mit der lieblichen Pflegetochter vorbereitet hatte ſtand, von innerm Grauen be⸗ fangen, doch ohne in der raſch voruͤbereilenden Erſcheinung der todenbleichen Frau auch nur ei⸗ nen bekannten Zug zu entdecken, vor Theophilien, die ſelbſt, uͤber Conſtanzens Schreckensruf erblei⸗ chend, ſich muͤhſam zu faſſen ſuchte.

Was war das, wer iſt die Frau? dieſe Fragen draͤngten ſich zuerſt uͤber ſeine Lippen. Die Erſchrockne berichtete ihm ſo viel von Madame Oswald, als ihr richtiger Takt ihr uͤber eine

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