Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Und als haͤtten dieſe Worte, vereinigt mit der Toͤne ſuͤßer Gewalt, Theophiliens Augen wirk⸗ lich in einen unverſiegbaren Thraͤnenquell ver⸗ wandelt, ſank ſie, bethaut von ſtroͤmenden Perlen, an die Bruſt ihrer Oswald, und frug, nachdem ſie ſich recht herzlich ausgeweint, wie uͤber die Verwandlung Ihres ganzen Seyn's erſtaunt: Wie iſt es mir denn ſo wunderbar wohl und heimiſch in Ihrer Naͤhe, meine theure Oswald, und wie kam es nur, daß Ihre Gegenwart ſchon in meiner Krankheit eine ganz beruhigende Kraft uͤber mich uͤbte? Ihr Anblick ſchließt das Herz mir unwillkuͤhrlich auf. Seit ich den friedlichen Aufent⸗ halt meiner Kindheit verließ, mußte ich oft den Vorwurf hoͤren, es fehle mir jene Leichtigkeit des Umgangs, der in der fremdartigſten Erſcheinung bald den verwandten Stoff herausgefunden hat. Aber dießmal iſt mein innrer Sinn mir weit vorangeeilt. Was ich ſo lang' entbehrte, glaubte ich ſchon in der erſten Stunde unſers Verkehrs gefunden zu haben.

Und was, mein liebes, zartes Kind, ent⸗

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