Bau ſtolzer in die Zukunft hinausgefuͤhrter Hoff⸗ nungen nicht ſehr unterſtuͤtzen. So nutzte ſich al⸗ ſo der hinaufſtrebende Gei s Praͤſidenten gleich⸗ ſam in ſich ſelbſt ab. Tie Flammen ungeheurer Wuͤnſche drohten zu erloͤſchen, weil ſein Tod oh⸗ nedieß die Graͤnze derſelben war, und der große Name Malthen ſchien noch eher untergehn zu wollen, als ſein letzter Sproͤßling. 1
Da trat der ſchoͤne, bluͤhende Sohn, voll Manneskraft vor ihn, und die Scheidewand ſank, welche ihn von ſeiner Zukunft trennte. An die Graͤnze des eigenen Daſeyns ſchloß ſich das Fort⸗ leben des wackeren Sohnes ehrenvoll an, und was fuͤr die Hand voll Jahre des Vaters ſich nicht lehnte, konnte doch vielleicht guͤnſtig auf kom⸗ mende Geſchlechter nachwirken.
Nun ging ein neues, geſchaͤftiges Walten fuͤr ihn an, Emmo ſollte ſich dem diplomatiſchen Fache weihen, und ſeine erſten Schritte auf die⸗ ſem ſchluͤpfrigen Boden unter der Leitung ſeines vielerfahrnen Vaters thun.
Lange ſchon trennte die ſchlaue Beguͤnſtigung eines maͤchtigen Nachbars die einzelnen Glieder des großen, deutſchen Staatskoͤrpers feindſelig von einander und band ſie an ein auswaͤrtiges Inte⸗ reſſe. Auch der kleine Hof— Malthens fruͤhe⸗ rer Aufenthaltsort— war durch ſchimmernde Vor⸗
theile fuͤr die feindliche Parthei gewonnen, und
es galt jetzt ein ſehr gewandtes Spiel, um dieſen, ☛—


