koſtbaren Schatze, laͤngſt außer der Stadt, als Emmo, nach ein paar irrigen Angaben der Leute im Hauſe, noch Straße fuͤr Straße durchſtuͤrm⸗ te, um ſeine Spur aufzufinden. Alle Verſuche waren vergeblich, und ermuͤdet kehrte er endlich zuruͤck, um den erſten heftigen Wunſch, den ihm das Schickſal verſagte, ſchmerzlich zu betrauern.
Wohl fuͤhrte ihm die Stille, welche immer einem
großen Sturme zu folgen pflegt, ganz leiſe die Frage zu, ob ſein Herz, von den geliebten Zuͤgen der entfernten Mutter erfuͤllt, ihn nicht vielleicht ſelbſt uͤber die Aehnlichkeit des Bildes mit ihr, getaͤuſcht habe, und dann that er dem Kuͤnſtler großes Unrecht, aber der zaͤrtliche Antheil, den ſie ſtets an dem theuren Hausfreunde genommen, und ſo manches entfallene Wort, das er nach Kinderart in fruͤher Jugend begierig aufgefangen, ſchoben ihm nur neue Zweifel entgegen, die ihn immer unmuthiger machten, und die ganze Be⸗ gebenheit in einen ſo dichten Schleier huͤllten,
als der nur geweſen war, welcher die Gruppe
bisher jedem profanen Blick verbarg.
Dieſer Vorfall beruͤhrte eine Nerve ſeines frohſinnigen Lebens ſo gewaltig, daß es faſt ſchien, als haͤtte die ganze kraͤftige Juͤnglingsnatur eine Erſchuͤtterung erlitten. Er wurde ernſt, mit ſich ſelbſt beſchaͤftigt, und in dem Maaße auch un⸗ empfaͤnglicher fuͤr Leontinens, oft gehaltloſe Scherze. Hier war die Graͤnze, wo er, die
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