Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19³3

grimmt uͤber den Raub, den Freundes Hand an ihm veruͤbte, preßte er die Hand auf das, von Sturmeswogen bewegte Herz, als eine ſehr ſchmerz⸗ hafte Empfindung, auf der naͤmlichen Stelle, ihn an das letzte Abſchieds⸗Geſchenk ſeines unbekann⸗ ten Freundes, das brillantne Kreuz erinnerte. Erſchrocken, wie wenn eine Geiſtererſcheinung ihn an den Boden feſſelte, ſtand er nun vor der Graͤ⸗ fin, die ſeinem ſtummen Mienenſpiel ſchon eine Zeitlang neugierig und verwundert zugeſehn hat⸗ te, und frug mit unſichrer Stimme:Nannten Sie den jungen Menſchen nicht Magnus?

Ja wohl! antwortete ſie,aber warum

Er iſt es! rief er ſchmerzlich, und ſtuͤrz⸗ te, ohne ſich uͤber den Grund ſeines Fortſtuͤr⸗ mens zu erklaͤren, zum Zimmer hinaus in Ed⸗ wins Wohnung, um o er wußte es ſelbſt nicht! das Bild zu zerſtoͤren, den Luͤgner zu zuͤch⸗ tigen, den Getaͤuſchten aus dem Irrthum zu rei⸗ ßen, oder den Freund zu umarmen!

Daß ihm nichts von allen dem zu thun uͤbrig bleiben wuͤrde, fiel dem leidenſchaftlich Er⸗ griffnen freilich nicht ein, und doch war es ſo. Magnus hatte, bald nach der Entfernung der Graͤfin, ſeine Geſchaͤfte beſchleunigt und den Ka⸗ ſten durch Traͤger fortbringen laſſen. Er ſelbſt V folgte ihm ſogleich nach, und war, nebſt ſeinem

1r Theil. 13