wuͤrde unter Edwins Meißel nicht zur hoͤchſten Poeſie. O ſeht nur, Kinder! Was der entzuͤck⸗ te Mutterblick nicht alles ſagt! Liebe, Stolz, Beſorgniß und Freude. Seht, den weichen, ge⸗ rundeten Arm, mit dem ſie den Knaben an ſich druͤckt, und welche Aehnlichkeit in den noch leiſe angedeuteten Zuͤgen des Kindes mit denen des gereiften Juͤnglings!“
Theophiliens Auge, von dem Zauber der Kunſt hingeriſſen, folgte der Schilderung Cle⸗ mentinens Zug fuͤr Zug. Jetzt erhob es ſich M auch, um die Gleichheit der beiden Geſichter zu erproben, und traf auf ein, mit dem Purpur innerer Beſchaͤmung übergoßnes Antlitz, aus dem zwei dunkle, von der Seeligkeit des Augenblicks leuchtende Sterne ihm entgegen blitzten.
Sittſam heftete ſie nun den Blick auf das goͤttliche Kinderbild, ohne ihn noch einmal den Strahlen ſolcher Flammenblicke auszuſetzen.
Magnus las in der ſtummen Bewegung der Befangnen etwas ganz anders, als ihm daraus
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entgegenblickte. Die Taͤuſchung, zu der ſein Va⸗


