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dinn. Den Eltern daͤuchte, ſie vernaͤhmen einen angenehmen Traum.
„Wie aber kam es,“ fragte der Syndikus dringend: denn der uͤberraſchende Bericht ver⸗ wirrte ihn froh, und die Kuͤrze der Erzaͤhlung hatte nur den Hauptpunkt beruͤhrt:„daß Du die Wittwe bei ihrem Nahmen riefeſt?
„Ich hatte keine Ahnung von dieſer theuren Naͤhe,“ verſetzte Sardino:„und wollte, da ich mich aufgelegt fuͤhlte, noch ein Stuͤndchen an meinem neuen Drama: Johanna Seymour, arbeiten. So wußte ich auch nicht, daß ich laut dachte und dichtete, und nur die dritte Frau Heinrichs des Achten hatte ich im Sinne. Daß es zugleich eine Handlung fuͤr mich ſelbſt, und gleichſam der entſcheidendſte Act meines Lebens werden wuͤrde, haͤtte ich mir bei dem Entwurf des Dramas wohl nimmer vorgeſtellt. Johanna iſt nun frei! ihre Ketten loͤſete der Tod, und ich zoͤgere keinen Augenblick, Sie, geliebte Eltern, zu bitten, daß Sie meine Wahl der liebenswuͤrdigſten und beſten Frau, mit Aus⸗


