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Tante und Nichte
Entstehung
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ihn einen ſchriftſtelleriſchen Pinſel, ſo daß der Student es hoͤren mußte. Die ſchmaͤhende Rede kraͤnkte ſeine kindliche Piötaͤt, haͤtte er die Wahl dieſes Ausdrucks auf ſeine mahleriſche Feder be⸗ zogen, wuͤrde es ihm weniger empfindlich gewe⸗ ſen ſeyn: denn er ſelbſt hielt den Beleidiger un⸗ ter der Kritik. So aber forderte er ihn, zu be⸗ weiſen, daß er auch mit dem Degen umzugehen verſtuͤnde. Das Gefecht fiel jedoch trotz der be⸗ wieſenen Bravour ungluͤcklich fuͤr ihn aus, und eine tiefe Kopfwunde, die er durch einen Streich erhielt, der gegen das Duellrecht war, ſchien toͤdtlich zu ſeyn. Mein Mann entfernte ſich noch in derſelben Stunde. Sein Vater machte dieſem Unfall zu Gefallen eine ſchnelle Reiſe, und fuͤhrte den Sohn, daß er ihn der naͤchſten Verantwortung entzoͤge, uͤber Berg und Thal. Wir Frauen blieben zuruͤck, und ich durfte ihn pflegen, deſſen Blut fuͤr mich gefloſſen war! Das Leben war mir leid, waͤhrend das ſeine in Gefahr ſchwebte. Aber er genas! und in der Stunde die mir ſeine Rettung verbuͤrgte, gelobte ich, nie mehr zu klagen. Eine Freude hatte Die dritte Frau. 15