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gebannt werden koͤnnte. Ich opferte ihr endlich mein Herz— mein Gluͤck!“—
„O mein Kind!“ ſagte der Syndikus be⸗ wegt:„in dieſem Bewußtſeyn ſchon liegt eine große Verheißung! einſt wird Ihnen des Segens gereifte Frucht zufallen. Sie wiſſen dann nicht wie? aber ſchmecken und ſehen werden Sie, wie freundlich der Herr Denen vergilt, die ſeine Gebote halten; und ſeine Gebote ſind nicht ſchwer!“ Der Syndikus druͤckte die Hand der jungen Frau und athmete tief. In ſeiner Bruſt wallte die Erndte ſeiner Freuden— ſie hatte ihm tauſendfaͤltig getragen; ſelbſt in denen, die des Todes Sichel gemaͤht, die dem Tage der Garben entgegen ſchliefen, fuͤhlte er ſich noch reich. Sein Auge glaͤnzte, die Wittwe ſah ihn glaͤubig an, und eine ſelige Hoffnung ſchauerte durch ihren Buſen. Sie ſetzte ihre Erzaͤhlung fort, wie folgt:„Wir wurden getraut; aber mein Mann trauete mir nicht, obzwar ich das Moͤglichſte that, ihn zufrieden zu ſtellen. Er hielt mich wie eine Gefangene. Eine grundloſe Eiferſucht marterte ihn, und verkuͤmmerte ihm


