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„Wie aber kommt das?“ fragte Phoͤbe, deren Sinn, fuͤr die Regel geuͤbt, mißfaͤllig den Gedanken aufnahm, in Zukunft keiner Richtſchnur fuͤr die Eintheilung ihrer Stunden
mehr folgen zu koͤnnen.
„Wie es kommt?“ antwortete Lenore: „das will ich Ihnen ſagen, Fraͤulein! weil der Herr nicht kommt, wenn es die rechte Zeit waͤre, oder der Herr Sohnl! welcher der ei⸗ gentliche Gebiether des Hauſes iſt. Gott ſey es geklagt! die Nacht iſt er wieder ausgeblieben, und das geſchieht nicht ſelten.“
Phoͤbe erroͤthete; hinter dieſem reizenden Vorhange von Purpur, der die jungfraͤulichſte Seele verhuͤllte, ſchlief der Juͤngling im Wa⸗
gen, harmlos, von Sonnenſtrahlen umfloſſen;
doch der erſtickte Schall der Klingel toͤnte im Einklange zu dem boͤſen Leumund Lenorens, im Nachhall von dem Gedaͤchtniſſe des Maͤdchens. Die Raͤthinn ging geſchaͤftig hin und her, Phoͤbe kramte noch auf ihrem Stuͤbchen; aber mit dem Schlage Eins! kam der Pupillenrath, ſeine Frau rief nach der Suppe, als eben Alexis,
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