nahm:„mein erſter Mann— der war die Leutſeligkeit ſelbſt! ein guter Wirth, von ſoli⸗ der Denkart, der niemals das, was er fuͤr ge⸗ ziemend hielt, aus den Augen ſetzte. Ich lebte wie im Schooße der Ruhe, nur ward mir manchmal die Zeit ein wenig lang, doch das laͤßt ſich ertragen, und iſt ein anſtaͤndiges Übel: denn es druͤckt die vornehmſten und reichſten Leute.— Der zweite hatte einen großen Ruf als Arzt, und mich in einer gefaͤhrlichen Krank⸗ heit, in die ich als Wittwe verfiel, mit ſo viel Gluͤck und Geſchick behandelt, daß ich ihm die begehrte Hand gab. Hinterher wuͤnſchte ich wohl zuweilen, er haͤtte mich ſterben laſſen: denn er war mir keine Stunde treu, und die Berechtigungen eines Doctors machen die Eifer⸗ ſucht ſeiner Frau zu einem ſchleichenden Fieber, unheilbarer Art. Der Berufsweg mag noch ſo oft ein Nebenweg ſeyn, er darf ihn dreiſt gehen, und die Frau muß ihn wohl gar noch ſchicken, wenn ſein Beſuch verlangt wird, wohin es im⸗ mer waͤre.— Der Tod, dem er ſo manche Leute entriſſen, machte ſeiner Wirkſamkeit und
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