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ihm gerade nicht boͤſe ſeyn; aber das iſt nur um ſo ſchlimmer.“
Phoͤbe nickte laͤchelnd, es ſah aus, als ge⸗ lobe ſie der Tante Gehorſam, auch deutete dieſe das anmuthige Neigen des Maͤdchens alſo; al⸗ lein Phoͤbe dachte an den Juͤngling im Wagen, der ihr ſehr liebenswuͤrdig vorgekommen war, und keiſe ſtieg der Wunſch in ihr auf, es moͤgte ihr Vetter geweſen ſeyn.
„Er wird die bequeme Gelegenheit, eine haͤusliche Liebſchaft anzuſpinnen, eifrig zu be⸗ nuͤtzen ſuchen, ich zweifle nicht daran,“ fuhr die Tante fort:„aber weiſe waͤreſt Du, wenn Dich das nicht ruͤhrte. Wozu auch? Er wuͤrde Dich ein Weilchen lieben— und dann laſſen. Du aber haͤtteſt lange Qual: denn die Maͤnner ſind nur zu unſerer Pein und Plage geſchaffen.“
Phoͤbe laͤchelte noch einmal; der Pupillen⸗ rath Locke war der dritte Mann ihrer Tante. Sie wollte etwas ſagen; die Raͤthinn aber, als ob ſie wuͤßte, was in der Seele ihrer Nichte vorging, kam ihr zuvor, indem ſie mit einem Seufzer das hart ausgefallene Wort wieder auf⸗


