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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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Sorge für Deine Geſundheit! ſagte Ado⸗ lar, und ſetzte treuherzig hinzu:und ſey doch gutes Muths, mein Mütterchen! wir ſehen uns bald wieder. Sara lächelte trübſelig, wen⸗ dete ſich traurig ab und deutete mit dem Zeige⸗ finger auf das Wörtlein in der Scheibe.

Gott verhüte es, daß dies: jamais! für dieſen Fall da ſtündel⸗ ſagte er und ſchloß die Mutter heiß und herzlich in ſeine Arme.

So reiſe glücklich, mein Sohn!s ſagte ſte ſehr bewegt:und wünſche nie etwas zu heftig. Das Glück laͤßt ſich weder erringen noch erſtreben, es fällt nur zu. Was wir aufgeben, beſitzen wir

oft mehr, als was unſer ſcheint, und jedes Anſich⸗

reißen iſt ſträflich. Lebe tauſendmal wohl! Am Pfingſtſonnabend, deſſen unſere Leſer ſich erinnern wollen langte Adolar im Wirths⸗ hauſe von Struenſee an. Er hielt Mittag hier, und dann Sieſte in einer Fliederlaube, nahe dem heißen Verdeck des Backofens, vor dem die runde Wirthinn im Sonnenpunkte ihrer häuslichen Be⸗ triebſamkeit ſich regte und für Niemand ſichtbar

war. Der Inſtruction ſeines Vaters eingedenk,

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