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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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tät. Nur wer entbehren kann, iſt ſicher, und die Genügſamkeit hat überall genug.

Jünglinge wie Adolar, gehen gern in die Halle der Stoa, und Mädchen in der zärteſten Epoche ihres Geſchlechts in das Kloſter der Ent⸗ ſagung; ſpäter zählt nicht ſelten die Schule Epi⸗ kurs Jene unter ihre Anhänger, und die reſignir⸗ ten Seelen dieſer kehren in die Welt zurück, weil das geweihete Haus ihres Herzens eine ökono⸗ miſche Anſtalt geworden.

Der Vater nahm ſeinen Sohn allein, und der erſehnte Augenblick war nun gekommen, wo er dieſem ſeinem gebohrnen Freunde das Geheim⸗ niß der Herkunft enthüllen durfte. Adolar er⸗

ſtaunte. Er hatte die Geſchichte von der Heirath

ſeines Vaters nur nebelhaft gewußt, weil ſeine Eltern nie davon geſprochen. Das reine Gefühl

des Jünglings, ein ſchnelles Urtheil und präcis

in Sachen moraliſcher Gerechtigkeit ſprach zwar ſeinen Vater frei, doch Roſamunden ſelig,

und nichtsdeſtoweniger liebte und ehrte er die

Mutter von ganzem Herzen, wenn er ſich auch dem Intereſſe jener Betheiligten mit Empfin⸗

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