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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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427 Beiden. Der Jouvelier ſchwur auf die Hoſtie, daß er von ſolch einer entſetzlichen Veruntreuung nichts wiſſe, und der Leib des Barons brach krampfhaft zuſammen. Er mußte weggebracht werden aus dem Gerichtsſaal. So meinte man, die Gewalt der Wahrheit hätte ihn getroffen; aber es war nur das Gefühl einer fremden Lüge, dem er erlag, und daß er in dieſe Sünde gewil⸗ liget hätte. Jener Glücksritter benahm ſich noch dreiſter mit der beiſpielloſen Conſequenz des Schlechten. Die verſchriebenen Summen muß⸗ ten gelegt werden.

Dieſer Verluſt raffte mehr als ſein halbes Vermögen hin, und der ihm geſpielte Betrug koſtete dem Baron das Leben.

Einige Monate nach dem Spruch der Geſetze und der demſelben geleiſteten Folge, erkrankte der Jouvelier zum Tode. Er lechzte nach dem An⸗ geſicht des Barons. Die Vorbitte der Tochter überwand den Unwillen des Vaters, ſo daß er zu dem Kranken ging und lange bei ihm verweilte.

Als er wiederkam, führte er einen hübſchen Knaben an ſeiner Seite, der blöde weinte. Der

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