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war arm an Freuden— mein Abend iſt einſam. Du kennſt das Leben nur von der düſtern Seite, die es dem Alter zuwendet, ehe dieſes zur Ruhe geht. Ich wünſchte Dich glücklich zu wiſſen, wie es Dein treues Herz verdient.⸗
Thränen, langverhaltene, ſtürzten aus Iſol⸗ dens Augen. Sie zog die Hand der Verſorgerinn an ihren Mund, deſſen heiße Lippen im Krampf der Rührung zuckten, und ſprach: ⸗nein, ich hei⸗ rathe nicht; ich bin recht glücklich ſo— und meine Pflicht iſt meine Liebe.⸗
Die Generalinn ſtreichelte die naſſe Wange der weinenden Iſolde. Sie antwortete bewegt: „Du biſt ein gutes Kind! aber auch eine ſo ſchöne Tugend, wie die Dankbarkeit, hat ihr Aeußer⸗ ſtes. Wenn ich nun ſterbe— und dieſer Fall liegt nahe— was ſoll aus Dir werden?⸗
„Dann,“ ſagte Iſolde mit gebrochener Stimme:»dann— pflege ich Ihr Grab, bleibe hier und lebe ganz ſtill.-⸗—
„»Du— ein Mädchen?« fragte die Gene⸗ ralinn mit weichem Tadel:„das würde ſich ſchik⸗ ken! ich müßte Dich denn dem Hofe empfehlen.


